Finanzierungsmittel
Zeige Inhalt von Refinanzierung und Kapitalmarktemissionen
Im Jahr 2025 traten mehrere makroökonomische Probleme auf und belasteten die Märkte, darunter die Ankündigung von U.S.-Zöllen im April, politische Unsicherheiten in Frankreich, anhaltender Inflationsdruck und geopolitische Spannungen im Nahen Osten. Trotz spürbarer Auswirkungen reichten diese Ereignisse nicht aus, um die Risikobereitschaft der Anleger einzudämmen. Vor diesem Hintergrund hat sich die Bank im Marktumfeld gut behauptet und ihre Emissionstätigkeit in Höhe von 18,7 Mrd. € erfolgreich abgeschlossen. Dieses Volumen ist im Einklang mit der Prognose der Bank, das Jahr am oberen Ende einer Spanne von 15 bis 20 Mrd. € abzuschließen.
Im Gegensatz zu den Marktsorgen zeigten die Kreditmärkte trotz der zahlreichen Störungen eine konstruktive Performance, wobei die breiteren Indizes im Vergleich zum Jahresende 2024. enger gehandelt wurden. Die Deutsche Bank setzte ihre starke idiosynkratische Performance im Jahr 2025 fort. Im Durchschnitt handelt die Deutsche Bank 8 Basispunkte weiter als die Mitbewerber bei nicht nachrangigen Schuldverschreibungen und 14 Basispunkte weiter als die Mitbewerber (Societe Generale, Barclays, BNP, UBS) bei Kapitalinstrumenten, +10 / -17 Basispunkte im Jahresvergleich.
Das Gesamtemissionsvolumen von 18,7 Mrd. € verteilt sich wie folgt: 2,5 Mrd. € Kapitalemissionen, 11,0 Mrd. € vorrangige, nicht bevorrechtigte Emissionen, 4,8 Mrd. € vorrangige, bevorrechtigte Emissionen und 0,4 Mrd. € aus gedeckten Anleihen. Aus Währungssicht setzte sich das Emissionsvolumen wie folgt zusammen: Euro (9,8 Mrd. €), U.S.-Dollar (7,1 Mrd. €), Japanischer Yen (0,5 Mrd. €), Britisches Pfund (0,6 Mrd. €) und andere Währungen aggregiert (0,7 Mrd. €). Die Anlegerbasis der Gruppe für 2025 umfasste Vermögensverwalter und Pensionskassen (63,3%), Banken (11%), Privatkunden (3,2%), Versicherungskonzerne (5,2%), sonstige institutionelle Anleger (11%), Regierungen und Agenturen (4%), und Sonstige Anleger (1,7%). Die geographische Aufteilung teilte sich wie folgt auf Deutschland (15,0%), das übrige Europa (44,0%), die USA (29,0%), Asien/Pazifik (8,0%) und Sonstige (4,0%) auf. Der durchschnittliche Spread der Emissionen über den 3-Monats-Euribor/RFR (risikofreien Zinssatz) betrug 0,0095 Basispunkte für das Gesamtjahr. Die durchschnittliche Laufzeit betrug 4,8 Jahre. Die Gruppe emittierte pro Quartal folgende Volumina: erstes Quartal: 6,0 Mrd. €, zweites Quartal: 4,7 Mrd. €, drittes Quartal: 4,4 Mrd. € und viertes Quartal: 4,4 Mrd. €.
Der Emissionsplan der Deutschen Bank für 2026 liegt bei 10-15 Mrd. €. Der Fokus wird auf die Emission von vorrangigen, nicht bevorrechtigten Anleihen sowie Kapitalinstrumenten gelegt. Vorrangige, bevorrechtigte Emissionen werden primär mittels Privatplatzierungen emittiert. Die Gruppe plant weiterhin einen Teil dieser Refinanzierung in U.S.-Dollar aufzunehmen und erwägt Währungsswaps abschließen, um den verbleibenden Finanzierungsbedarf abzudecken. Die gesamten Kapitalmarktfälligkeiten der Bank, ohne rechtlich ausübbare Kaufoptionen, belaufen sich auf rund 14 Mrd. €. Darüber hinaus hat die Bank im Jahr 2025 strukturierte Emissionen in Höhe von rund 7,7 Mrd. € begeben und plant in 2026 ~ 7.3 Mrd. € zu begeben. Hierfür ist der Fixed Income - Bereich zuständig und diese Emissionen sind nicht im Treasury Emissionsplan enthalten.